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Mein Schatzzzsss... glitzeriges Gold... unglaublich viel. Wie konnte es dem grobklotzigen Smaug nur gelingen so viele Schätze zusammenzutragen. (Neid - meine grünen Sprenkelpunkte auf den schwarzen Schuppen werden schon größer).

Ähm, natürlich ist der große Forscherdrache nicht an den Besitztümern anderer interessiert (mein Schatzsss, wo bissst du?), sondern betrachtet diese Kristallaufzeichnung nur aufgrund rein wissenschaftlicher Gesichtspunkte. Zunächst stellt sich die Frage, wer diese Aufzeichnung erstellt hat und dabei vermuten wir, dass es der darin vorkommende Hobitze war. Die kleinwüchsige Unterart der Menschlinge, genannt Zwerge, scheinen uns zu solch zielgerichtetem Vorgehen nicht in der Lage. Sie sind größtenteils einfältige Gemüter, die jegliche Art von Konflikt mit ihren primitiven unmagischen Waffen zu lösen versuchen. Darüberhinaus zeigen sie eine große Affinität zu Glitzerkram - sehr verwerflich Konkurrenzschatzhorter.

Ähm, wir begutachten die Aufzeichnung und hegen dabei so unsere Zweifel, ob der Richtigkeit der Darstellungen.

Erster Hinweis für eine Fälschung: Der Vertreter der ersten Spezies verzieht beim Reden das Gesicht und bewegt seinen Mund zu den Worten. Hat der Hobitze dies nachträglich dazugedichtet oder benutzte der Drache, genannt Smaug, einen Illusionszauber, um sich den Forschungsobjekten gegenüber ähnlicher zu verhalten. Dilettantisch sich als ernsthafter Forscher mit einem derartigen Maskenspiel bei den Menschlingen einschmeicheln zu wollen. Ein seriöser Forscher bedient sich hierbei menschenähnlicher Golems. Wir wissen doch, wie schreckhaft Forschungsobjekte sind, wenn unsereins seine Fangzähne entblößt, tzs, tzs.

Zweiter Hinweis: Nur durch das Öffnen einer einzigen versiegelten Tür gelangen Kleinmenschlinge und der Hobitze in das Domizil des Smaugsammlers. Nur ein Schutzzauber? Wir wundern uns. Versiegelt doch das boshafte Raidenmenschlein seinen Turm alleine schon mit zehn verschiedenen Zaubern. Wir haben das ausgekundschaftet. Dabei hat er nicht einmal einen übermäßig großen Schatz zu behüten. Schon gar keinen Smaugschatz, denn der würde rein von seiner Größe her schon aus allen Fenstern quillen... und das Raidenmenschlein somit aus seinem Wohnsitz vertreiben. Wir müssen diese Möglichkeit durchdenken. Wir halten also fest: Kaum Schutzzauber und der Smaugdrache schläft auch noch seelenruhig auf seinem Hort. Tatsächlich dürfte er aus Angst von Eindringlingen und Dieben kein Auge zutun.
Unlogisches Verhalten oder große Dummheit. Wir beobachten weiter.

Hobitze und Konsorten schleichen durch die Gänge und da endlich bemerkt der Hausdrache die Eindringlinge. Wir fiebern mit. Aber anstatt die Ungezieferbeseitigungsmaßnahmen einzuleiten, versucht Smaug eine Befragung durchzuführen. Hier warnt der umsichtige Forscher davor, keine unbekannten Forschungsobjekte frei herumlaufen zu lassen. Auch kleine Wesen können gefährlich sein. Forschungsobjekte sind sicher einzuschließen und umsichtig zu scannen, bevor Befragungen durchgeführt werden. Nun denn, dieser Smaug scheint sich nicht eingehend mit den richtigen Vorgehensweisen auseinandergesetzt zu haben. Dann endlich versucht er den Hobitzen zu fangen. Der rennt davon und...? Was? Wir können das nicht glauben. Der schatzhortendes Smaug setzt dem flinken Hobitzen unmagisch nach. Keine Bannzauber, keine magischen Käfigfelder, Einschläferungsmagie? Nichts dergleichen. Und nun beschießt Kollege Smaug das Forschungsobjekt mit Feuer. Wir sprechen uns gegen solch eine Vorgehensweise aus. Die Forschungsobjekte sind pfleglich zu behandeln und dürfen keinen Schaden nehmen, sofern sie keine Gefahr für den Forscherdrachen darstellen. Dabei können wir nicht erkennen, dass größere Gefahr von dem Hobitzen ausgehen könnte. Allenfalls stiehlt er von unserem Schatz...

Vielleicht ist Smaug aber auch nur ein übergroßer Wyvern und gar kein richtiger Drache. Das zumindest würde seine weitestgehend unmagische Vorgehensweise erklären. Wie aber konnte er dann solch einen Hort zusammentragen? Neid. Sehr widersprüchlich.

Die Zwergengenannten tauchen auf und sie alle spielen nun ein Rennen und Versteck-dich Spielchen. Ein seriöser Drache sollte sich nicht mehr mit solchen Kinderspielen abgeben. Das ist Lächerlich. Dann endlich sind die bärtigen Kleinmenschlinge in die Ecke getrieben und... hä? Uns versiegt die Telepathie. Der dämliche Smaug fliegt einfach davon, um irgendeine Menschlingenstadt niederzubrennen. Und was ist mit dem diebischen Volk im Heiligtum eines jeden Drachen? Sie leben und sie stehlen den Schatz... meinen Schatz!
Rette doch zuerst den Schatz, verbrenne die bärtigen Wichte und fang den Hobitzen. Solch einer fehlt uns noch in der Sammlung. Menschlinge haben wir bereits genug. Dieser Moment in der Aufzeichnung hat den sensiblen Forscherdrachen dermaßen erregt, dass er schon ernsthaft um seine Gesundheit fürchten musste. Nach geraumer Zeit konnten wir uns allerdings wieder fassen.
Der Smaugdrache, obwohl wir inzwischen anzweifeln, ob es sich bei ihm wirklich um einen Vertreter der ersten Spezies handelt, wird kurz darauf von einem Pfeil tödlich getroffen. Dies war nur möglich, weil mehrere Schuppen in seinem natürlichen Schutzmantel fehlten. Dabei weiß doch jeder Drache, wie gefährlich solch fehlende Schuppen sein können und er muss genau überlegen, wann er sie opfert und wie viele Genschenke er im Gegenzug dafür verlangt. Wir empfehlen auch bei fehlenden Schuppen, die Sicherheit des eigenen Heims nicht zu verlassen. Bedenkt man jedoch, wie schlecht Smaugs Höhle gesichert war, dann spielt das wohl keine größere Rolle.

Ist diese Geschichte wirklich so passiert oder hat sie der Hobitze im Nachhinein verfälscht? Dieses Rätsel bleibt wohl für immer ungeklärt.
Wenn wir jemals einen Hobitzen fangen, dann werden wir ihn einer eigehenden Befragung unterziehen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen... und um den Schatz zu finden. Riesig, glitzerig und passt ideal in meinen Palast.
 

Ein Spaziergang

Ha, herrlich! Für einen intellektuellen Geist wie mich gibt es nichts Erquickenderes als ein Forscherspaziergang durch die Natur. Auf der Suche nach seltenen Spezies streifen wir (ich und mein Forscher-ich) durch die Umgebung und spähe mit hundert Augen gleichzeitig über den Teppich der bunten Vielfalt (hundert Augen: Hier die Hyperbel als Stilmittel, denn wir sind mitunter auch sehr poetisch in unserer Ausdrucksweise). Tatsächlich spähe ich nur mit vier Augen: Zwei unmagischen - auch genannt ‚Normalaugen‘ und zwei magischen. Eines steht am Himmel so hoch wie die Sonne um einen Gesamtüberblick der Gegend zu ermöglichen. Wir müssen immer vorsichtig sein, falls sich Horden feindlicher Spezies nähern sollten, wird der kluge Forscherdrache dies nun frühzeitig erkennen.
Und dann haben wir natürlich noch ein Sucherauge aktiviert, welches späherisch am Boden entlangstreicht und uns die kleinen Objekte vergrößerungsweise näherbringt. Oh und schon habe ich etwas gefunden. Eine Blätterblaue Klebomelis - die rautenförmige Ausführung. Sehr schön, sehr schön. Ein wunderbares Exemplar dieser fleischfressenden Spezies. Hier streitet sich die Wissenschaft, ob es sich bei einer Klebomelis um ein am Boden verwurzeltes Tier handelt oder um ein Tiereigenschaften adaptierendes Gewächs. Wir favorisieren hier die These Nummer 1 und vermuten, dass die Klebomelis durch ihr stundenlanges unbewegliches Warten auf Beute letztendlich mit dem Boden verwurzelt ist. Dafür spricht auch die lange, am Ende gespaltene Zunge, mit der sie letztendlich ihre Beute fängt. Diese Spaltzunge hat durchaus Ähnlichkeit mit meiner eigenen. Besteht vielleicht sogar ein Abstammungszusammenhang zwischen Drachen und der Klebomelis? Wir notieren diesen Punkt für spätere Nachforschungen.
Hihihih, die Klebomelis hat versuch mich mit ihrer Zunge einzufangen. Kitzelig. Verursacht ihr Speichelgift bei schwachen Spezies scharfes Brennen und ein Taubheitsgefühl, so ist sie nicht in der Lage die hornige Schuppenhaut eines Drachen zu durchdringen und... hihihihi... hinterlässt somit nur ein Gefühl der Kitzeligkeit. Eine sehr niedliche Pflanze.
Wir suchen weiter.
Da! Heute haben wir wirklich Glück. Hier drüben wächst ein Pfeilschröterich. Ist es ein Gelber oder ein Roter? Wir nähern uns vorsichtig und strecken dem Gewächs unseren Arm entgegen. Und zack, beschießt es uns mit seinem tödlichen Farbgift. Keine Angst um das Wohl des tapferen Forscherdrachens. Wie bei so vielen Giften, die für mindere Spezies tödlich wirken, ist der Drache gegen derlei Kinkerlitzchen immun. Dennoch wird dieses Pflanzengift als tödlich bezeichnet, weil man bei der wissenschaftlichen Beschreibung immer davon ausgeht, welche Effekte ein Gift auf die Mehrzahl der Arten hat. So ist Pfeilschröterichgift für die meisten Arten tödlich, jedoch auf einen Drachen zeigt es keinerlei Wirkung, außer dass man nun überall auf dem Arm kleine rote Punkte hat. Sieht nett aus. Übrigens wir haben es hier mit einem Roten Pfeilschröterich zu tun, laut Beweis durch die Armprobe.  Wir halten noch den anderen Arm hin und bekommen somit eine gleichmäßige punktierte Bemalung. Primitive Spezies pflegen oftmals den Gebrauch einer Körperbemalungen, um damit nichtstoffliche hypothetische Wesen – auch Götter genannt – um ihre Gunst zu bitten. Diese einfältigen Kreaturen glauben nämlich, dass besagten Göttern sie durch Kringel und Punkte auf der Haut besser wahrnehmen können. Was für eine naive Vorstellung bedenkt man, dass die Existenz hypothetischer nichtstofflicher Wesen in keinster Weise bewiesen ist. Wir hingegen finden die kleinen roten Punkte auf unseren glänzend schwarzen Schuppen als ein modisch ansprechendes Detail, die den Glanz eines Drachen gebührend unterstreichen. Und sicherlich haben wir jetzt auch etwas mehr Glück und werden weitere seltene Spezies finden.

Wir suchen weiter. Die Wiese hier ist voll von gewöhnlichen Blumen und wir hatten bereits großes Glück zwei seltene Arten zu entdecken. Wird es uns gelingen noch eine dritte Art aufzuspüren? Wir werden sehen...
Ihhh, hat sie mich schon angesehen oder noch nicht? Der erschrockene Forscher wendet schnell den Hals ab, verdreht ihn weit nach hinten, damit seine Augen nicht den Blick der Blume kreuzen.

Hilfe, dies ist eine schlimme Bedrohung, denn wir haben eine der widerlichsten und glücklicherweise recht seltenen Blumen entdeckt! Diesen ekeligen Vertreter der Hahnenfußgewächse muss selbst ein Drache fürchten: Es handelt sich hier um eine Butterblume Rezessionensis. Ist ihr Anblick eigentlich ziemlich gewöhnlich und verfügt sie auch über keinerlei tödliche Gifte, so ist ihre Boshaftigkeit dennoch nicht zu unterschätzen. Sie verursacht nämlich tiefe Rezessionen und was ist schlimmer für einen schätzehortenden Drachen als der Verlust seiner Kostbarkeiten durch die Auswirkungen einer Rezession. Aber lasst uns die Wirkungsweise einer Butterblume einmal genauer betrachten – natürlich ohne sie dabei direkt anzusehen. Denn genau auf diese Art und Weise überträgt die Butterblume die gemeine Rezession. Sieht sie einem direkt ins Auge, springt dieser gefährliche Keim sofort über. Dabei merkt das ahnungslose Opfer nicht einmal, was geschehen ist und trägt die Infektion als Wirt dann unbedarft in seinen Hort. Dort wird sofort der gesamte Schatz infiziert und beginnt sich in relativ kurzer Zeit aufzulösen. Dabei ist kein Gegenmittel bekannt. Ich wiederhole: ES IST KEIN GEGENMITTEL BEKANNT.

Aus diesem Grunde gilt es, trotz der Seltenheit dieser Spezies, sie mit Stumpf und Stil auszurotten, wo auch immer man ihnen begegnet.
Es ist unsere erste Aktion dieser Art, darum muss hier gründlich geplant werden. Außerdem ist äußerste Vorsicht in der Vorgehensweise geboten. Zunächst: Rückzug in eine sichere Entfernung. Dann: Nachdenken bis sich ein Plan manifestiert. Zack – da ist er schon. Wir schleichen uns von hinten an die Butterblume Rezessionensis heran, visieren sie über unseren Nasenzacken an und bespucken sie mit Feuer. Ha, verbrannt. Der siegreiche Drache tanzt einen Freudentanz zu Ehren der hypothetischen Wesen, die ihm aufgrund seiner Armpunkte wohlgesonnen waren... Äh, stopp, das tun wir natürlich nicht.
Aber was ist das denn? Arrg, eine neue Rezessionensis treibt aus und öffnet eine platte Stilblüte. Der Wurzelknollen muss einfach zu mächtig sein, als dass Feuer dem Pflanzenabschaum den garaus machen könnte. Aber was tun wir jetzt? Was tun wir jetzt? Ein neuer Plan muss her. Schnell?

Nachgrübeln mit abgewandtem Blick... Ausgraben!
Mit seinen scharfen Krallen pflügt der hartnäckige Forscherdrache um die Ekelpflanze herum. Er zieht immer und immer wieder unermüdlich seine Kreise. Der Blick der Pflanze sitzt uns im Nacken. Wir dürfen sie nicht ansehen um nicht in den Bann der hortfressenden Rezession zu geraten. Nicht hinsehen... ja nicht hinsehen. Nicht einmal beobachtend hinblinzeln. Wir konzentrieren uns auf die Aufgabe. Starren dabei stur auf die langsam tiefer werdenden Rille im Boden und folgen der vorgegebenen Bahn. Ziehen unter großer Anstrengung unsere Krallen durch das Erdreich bis wir eine tiefe Rille von ca. 5 cm gegraben haben... dann müssen und wir erschöpft aufgeben und kommen zu dem Schluss: Ein Drache ist einfach kein Maulwurf.

Wir geben aufgeben - zumindest diesen Plan.

Aber die Gefahr ist immer noch zu gegenwärtig. Heute mag sie uns nichts anhaben können, doch wenn wir sie nicht mit Stumpf und Stiel ausmerzen, dann treibt sie noch viele Jahre lang ihr Unwesen. Wer weiß, welch unschuldigen Wesen ihr dabei zum Opfer fallen? Auch mag es geschehen, dass der Forscherdrache mit der Zeit vergisst, dass Rezessionensis' Bedrohung hier existiert und er später offenen Auges in sein Verderben rennt. Nein, hier und jetzt muss diese Spezies sterben. Nicht jede Art ist erhaltenswert... und manche Forschungsobjekte sind entbehrlich.

Eis! Das ist die Lösung. Wir wiederholen die Schritte des ersten Planes bis zu der Stelle, an der wir das Ziel über den Nasenzacken anvisieren und behauchen das Ärgernis dann mit Eismagie. Mit dem Frost dringen wir weiterhin tief in den Boden ein und lassen alles in ewigem Winter erstarren. Bei ähnlichen, natürlich entstandenen Witterungsverhältnissen sind uns nämlich schon viele schöne Pflanzen verlustig gegangen. Wir erinnern uns an jene traurigen Momente, da wir die kostbaren Speziesraritäten nicht mehr retten konnten. Doch hier ist es die finale Lösung unseres Problems. Da sage ich nur FFF: Frost Fernichtet Futterblume (Stilmittel).
Und siehe es hat funktioniert. Wir stampfen noch etwas auf den erfrorenen Überresten der nichtswürdigen Blume herum. Was der geneigte Leser dieser Abhandlung jedoch nicht mit der Anbetung hypothetischer Wesen verwechselnd sollte. Dies ist lediglich ein Akt der gänzlichen Zerstörung :-)

Lustige Forschungsobjekte

Auch ein Vertreter der ersten Spezies muss sich der Kritik stellen, weil 100% Perfektion leider für ein Wesen auszuschließen ist und der weise Forscherdrache deshalb nur 99,9 % Perfektion für sich beanspruchen kann. Außerdem ermutigen wir die zahlreichen Forschungsobjekte sogar uns Fehler aus der Ardeen-Chronik aufzuzeigen. Und genau dies tat neulich ein in unserer Umgebung lebendes Forschungsobjekt. Es ist für menschliche Verhältnisse auch sehr gebildet und besucht eine Forschungslehranstalt für Unmagische. Jubilierend hat es mich aufgesucht und verkündet:
"Ich habe einen Fehler in Band V entdeckt!"
Wir zeigten uns skeptisch und ein klein wenig reserviert: "Ach wirklich? (kleines Grollen)
"Ja, ja. Hier heißte es: ...der Drache auffisst anstatt auffrisst. Ein "R" fehlt! Ein "R" fehlt!" Wir wunderten uns. (Forschungsobjekt Korrekturleser kann so etwas doch nicht übersehen haben. Seltsam, seltsam.):
"Das Forschungsobjekt soll uns das mal bitte beweisen." Eifrig zog dieses nun sein Kommunikationsartefakt heraus und aktivierte es.
"Gleich habe ich es... Ja, hier ist es: ... der Drache aufisst... Da fehlt auch noch ein zweites "F" ?! Eigentlich wusste ich es schon von Anfang an, doch ich wollten dem Forschungsobjekt die Chance geben seinen Fehler selbst einzusehen... allerdings geschah dies nun immer noch nicht und der kluge Forscherdrache musste das Offensichtliche erklären: "Da steht "aufisst", weil das von dem Verb essen kommt und nicht vom Verb fressen. Hätte dem Forschungsobjekt eigentlich umgehend auffallen müssen, denn ein Drache isst seine delikat zubereiteten Speisen. Allenfalls knorpselt er sie noch genüsslich oder verschmankerlt sie. Wohingegen die niedere Menschenspezies durchaus frisst, schmatzt und rülpst.
Nun verstand es auch das erstaunte Forschungsobjekt und entschuldigte sich vielmals vor Angst nun als Snack für einen Feinschmeckerdrachen in Betracht zu kommen. Aber als Forscherdrache stehen wir doch über den Dingen und sind keinesfalls nachtragend... (:-)knorpsel)

 

Logik

Wir wundern uns, wir wundern uns. Das Verhalten der Menschlinge ist manchmal sehr absonderlich. Der verwunderte Forscherdrache erfuhr neulich von einem seltsamen Brauch, den es nun gilt genauer unter die Lupe zu nehmen. In einem fernen Land gibt es einen großen Merett-Händler, der unendlich viele Güter vertreibt. So auch die Chronik des Forscherdrachen. Die Chronik wird hierbei in viele Bände aufgeteilt und fälschlich mit dem Namen „Ardeen" bezeichnet. Und weil die Bescheidenheit des Forscherdrachen allgemein bekannt ist, so ist es nicht verwunderlich, dass er erstmalig in Band III in Erscheinung tritt. (Dadurch wird der intellektuelle Unterschied zu Forschungsobjekt Nummer drei auch erheblich besser herausgearbeitet... Aber dies soll nicht Inhalt dieses Beitrages werden.)

Was nun so erstaunte, war der Umstand, dass Käufer der Güter sehr freizügig ihre Meinung kundtun durften. Hierbei wurde die Chronik des Forscherdrachen mit - wie nicht anders zu erwarten war - vielen positiven Stimmen gelobt. Doch es gab auch einige Meinungen, die uns weniger gefallen haben. Ob dies nun Personen sind, die einfach nur auf sich aufmerksam machen wollen, oder denen der tiefere Sinn entgangen sein mag, sei nun mal dahingestellt. Denn auch um diese geht es hier nicht primär. Es geht um jene Individuen, die das negative Geschreibsel besagter Personen auch noch als hilfreich bewerten. Und da haben wir uns tatsächlich sehr gewundert, ob dies überhaupt möglich ist.

Es folgt nun eine hochwissenschaftliche Beweisführung:

Fragestellung:
Ist die Aussage „hilfreich“ bei Redundanzienbewertungen der Chronik überhaupt möglich?

 

Begriffsbestimmung:

Wir haben eine Grundmenge aller Leser:
 

Grundmenge aller Leser: Begeisterte Leser Redundanzien
Die Gesamtmenge der Personen, die sich zur Chronik geäußert haben:
Anteil: 100 %
Begeisterte Leser, die durch freundliche und lobende Worte aufgefallen sind. Anteil: über 95 % Ein Anteil von Lesern unter 5 %, die - aus welchen Gründen auch immer - schlecht bis beleidigend über das Werk urteilen. Weil es sich um einen solch geringen Anteil an der Gesamtleserschaft handelt, werden diese Personen fortan als Redundanzien (weil vernachlässigbar) bezeichnet und ihr Schreibwerk als Redundanzienbewertung abgetan (Wir halten Kritik nicht für eine zutreffende Bezeichnung).

 

„Hilfreich“ und „Nicht hilfreich“ im Zusammenhang mit Redundanzienbewertungen
Hierzu untersuchen wir vier Fälle:

Fall A:
Die Chronik wurde gelesen und es wird erkannt, dass die Redundanzienbewertung nicht zutrifft.
Die Aussage „nicht hilfreich“ ist somit WAHR

Fall B:
Die Chronik wurde gelesen und man ist nun der Meinung die Redundanzienbewertung treffe zu.
(Eines der wenigen Redundanzien teilt die Meinung eines anderen Redundanziums)
Allerdings wurde das Buch zu diesem Zeitpunkt schon gelesen und die Redundanzienbewertung kann somit nicht mehr hilfreich sein, sondern man kann ihr lediglich noch zustimmen.
Die Aussage „hilfreich“ ist deshalb FALSCH.

Fall C:
Die Chronik wurde nicht gelesen und es wurde die Redundanzienbewertung als hilfreich gekennzeichnet.
Unterfall C.1: Redundanzienbewertung = FALSCH
Wenn aufgrund der falschen Bewertung die Chronik nicht gelesen wird, dann ist die Bewertung nicht als „hilfreich“ einzustufen, sondern als „nicht hilfreich“ und die Aussage ist somit FALSCH. Auch wenn sich die entsprechende Person nicht bewusst sein sollte, dass sie hier durch eine falsche Behauptung in die Irre geführt worden ist.

Unterfall: C.2 Redundanzienbewertung = WAHR
Behauptung: Die Chronik wird nicht gelesen, weil die Redundanzienbewertung zutrifft und die Chronik „schlecht“ ist. Allerdings sind statistisch gesehen über 95 % der Leser von der Chronik überzeugt und befinden sie als „gut“. Aufgrund dieser deutlichen positiven Bewertung wird die Grundannahme von C.2 gänzlich verworfen und auf FALSCH gesetzt, womit die Ausführungen von C.1 gelten.

Schlussfolgerung:

Eine Redundanzienbewertung (schlechte Bewertung) im Zusammenhang mit der Chronik kann in keinem Fall als hilfreich bezeichnet werden.

Meine Kunstsammlung - blauschwarze Skulptur


Neulich gelang es mir dieses seltene Kunstobjekt zu erstehen. (Wahrscheinlich von dem berühmten Künstler Ougustee Rodnin aus seiner Schaffensperiode: Abstraktion der Drachen)
Für nur zwei Goldmünzen wechselte die Drachenstatue in meinen Besitz. De facto ist sie aber gut das Tausendfache dieses geringen Preises wert.
Wir waren hin- und hergerissen zwischen dem Umstand erhebliche Mittel einzusparen und der Versuchung, dem unwissenden dummen Menschlein seine eklatante Fehleinschätzung dieser außerordentlichen Arbeit vor Augen zu führen. Aber dann hätte das hinterhältige Menschlein sicherlich den viel höheren Preis verlangt. Also haben wir umsichtigerweise geschwiegen.
Es hätte da noch eine dritte Möglichkeit gegeben. Man hätte dem schwachen Menschling von der Größe und dem wahren Wert dieser Figur berichten und ihm dann das Kleinod mit Gewalt entreißen können. Aber das wiederum widerspricht den Grundsätzen des Forscherdrachen. Forschungsobjekten darf nur Gewalt angetan werden, wenn das Leben des Forscherdrachen in Gefahr ist. Allerdings war hier nur mein Goldschatz in Gefahr, was aus einer anderen Perspektive betrachtet durchaus eine lebensbedrohliche Angelegenheit für einen schätzesammelnden Drachen sein kann.
Aber da der Kunstschatz nun Teil meiner Sammlung ist, kann ich auch offen darüber reden:

Durch die leichte Verformung der Glieder ist es dem Künstler hervorragend gelungen die Kraft und Eleganz eines Drachen einzufangen. In der glatten Oberfläche des tiefschwarzen Steines reflektiert sich jeder noch so kleine Lichtstrahl, was zweifellos als Symbol für die Intelligenz der ersten Spezies zu verstehen ist.
Die auffallend kleinen Flügel sind lediglich als Andeutung gedacht und sollen somit nicht zu sehr von der eigentlichen Figur, die in Statur und Ausdruck absolut überzeugt, ablenken. Zu beachten ist auch die perfekte Oberlinie. Der anmutige Knick zwischen Kopf und Hals findet seine Wiederholung sowohl in den Beinen als auch in der Schwanzspitze wieder.
Kaum jemandem gelang es bisher sowohl künstlerischen Ausdruck als auch Aussage in einer Skulptur so perfekt zu vereinen wie dem Künstlerdrachen Ougustee Rodnin.
Ich werde hierfür einen Ehrenplatz in meinem Palast finden.

(Böse Zungen behaupten jedoch, dies wäre nur ein missglückter Versuch mit der Blender-Magie das 3-D-Modelling zu beherrschen. Pha, die haben alle keine Ahnung.)

Meine Kunstsammlung - Torwanderung

Hier gelingt es dem unbekannten Künstler vor allem durch eine intensive Farbigkeit die Thematik „Magie eines Drachen“ hervorragend darzustellen. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich hierbei um eine Tordurchschreitungsszene aus der magischen Perspektive betrachtet. Noch in Auflösung begriffen ist die Manifestiert des majestätischen Drachen jedoch schon soweit vollzogen, sodass seine Formen unzweifelhaft zu erkennen sind. Lässt der Künstler bezüglich der Details hinsichtlich Flügel, Extremitäten und Gesamtkörper noch alles offen, so ist doch jetzt schon das Auge in aller Deutlichkeit zu erkennen. Das Auge als zentraler Fokus der Magie hat hier auch im übertragenen Sinne eine wichtige Bedeutung.

Geschätzter Wert dieses Bildes: 500.000 Goldstücke

Im Besitz des sammelnden Forscherdrachen und ist somit der breiten Öffentlichkeit im Original nicht zugänglich. Jedoch ermöglichen wir es dem interessierten Forschungsobjekt „Kunstliebhaber“ eine kristallmagische Übertragung des Kunstwerkes zu betrachten.

Ihhh!  Butterblumen

Wir entdeckten die noch sehr seltene Spezies ‚Schreibende Butterblume‘ mit ihren leuchtend gelben Blütenblättern rein zufällig an einen modrigen und übel riechenden Gewässer und waren zunächst sehr interessiert, denn wir haben bisher noch nie eine schreibende Blume entdeckt. Aber der kluge Forscherdrache musste dann leider sehr bald bei seinen Untersuchungen feststellen, dass diese schreiberische Blume widerlich giftig ist und andere Arten hinterhältig attackiert, womit der umsichtige Forscherdrache zu dem Schluss gekommen ist, dass nicht jede Spezies schützenswert wäre und man sie besser gleich gezielt ausrottet sollte, bevor sie sich eklatant verbreitet und viele andere freundliche Spezies ihrerseits durch ihre negativen Eigenschaften massiv bedroht und dabei ist es leider nicht einmal möglich Butterblumen durch Bestreichen mit Drachenfeuer in schmackhafte Snacks zu verwandeln, denn enttäuschenderweise bleibt von den giftigen Blumen nur etwas feine Asche übrig, die durch den Wind aufgewirbelt gerne in Augen und Nüstern steigt und somit letztmalig ein Ärgernis in Form eines ekelhaften Brennens verursacht.

Anmerkung: Man beachte, dass der schriftstellerisch veranlagte Forscherdrache bewusst sehr lange Sätze gebildet hat, damit die Lesbarkeit nicht durch finale Satzzeichen wie Punkte und Ausrufezeichen unterbrochen wird.